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Warum passiert ausgerechnet mir so etwas?

Wenn Sie nur noch einen Tag zu leben hätten

Warum passiert mir so was? Es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht schon einmal diese Frage sich selbst gestellt hat. Insbesondere Christen, die davon ausgehen, dass Gott sie beschirmen wird, sind umso mehr erschüttert, wenn sie sehen, dass sie einen schweren Weg zu gehen haben. Da verquickt sich dann sehr schnell der Gedanke, warum Gott ausgerechnet mir das zumutet.

 

Vielleicht wird es Sie erstaunen, dass der so erfolgreiche Apostel Paulus eben auch eine Situation erlebt hatte, in der am Leben zu verzagen drohte. In 2. Kor 1 ab Vers 8 schreibt er sogar:

Wir wollen euch, liebe Geschwister, nämlich nicht in Unkenntnis lassen über die schlimme Notlage, in die wir in der Provinz Asia gekommen sind. Was uns dort passierte, war so übermächtig schwer, dass wir sogar unser Leben verloren gaben. Wir sollten eben lernen, unser Vertrauen nicht auf uns selbst zu setzen, sondern auf Gott, der die Toten lebendig macht.

 

Dieses Eingeständnis des Apostel Paulus erinnert mich an die Tatsache, dass wir Menschen gerne Herr in jeder Situation sein wollen. Zuzugeben, dass man alleine nicht weiterkommt ist heutzutage out. Selbstständigkeit ist gefragt, Unabhängigkeit von anderen.

 

Doch Gott will anscheinend das genaue Gegenteil bei uns erreichen, dass wir auf ihn angewiesen sind, dass wir uns abhängig von Gott fühlen. In der Lage in der sich Paulus in der Provinz Asia damals befand, ging dies sogar soweit, dass er damit rechnete sein Leben zu verlieren.

 

Zugegebenermaßen möchte nicht jeder Mensch in völliger Abhängigkeit zu Gott zu stehen. Viele Menschen möchten selbst entscheiden, selbst ihr Leben gestalten, selbst die Verantwortung für Ihr Leben übernehmen. Vielleicht ist hier auch ein Grund dafür zu finden, warum so viele Menschen ein Leben mit Gott ablehnen.

 

Aber es gibt auch die andere Art von Menschen, nämlich solche, die sich darüber freuen, dass sie einen Herrn haben, an dem sie sich wenden können, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Lassen sie mich das Thema auch noch aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Gott liebt uns durch Jesus Christus so sehr, dass er sich eine nie enden wollende Beziehung zu uns wünscht. Dass wir nicht nur in der Not zu ihm kommen, sondern in jedem Augenblick unseres Lebens. H.S.

Glasklar informiert uns die Bibel darüber, wie das Schicksal eines jeden Menschen aussieht: Es ist dem Menschen bestimmt einmal zu sterben, danach das Gericht (Hebräer 9,27).

Was würden Sie machen, wenn sie nur noch einen Tag zu leben hätten? Diese Frage wurde im Religionsunterricht einer Gruppe von 16 bis 17jährigen gestellt. Die Antworten wurden anonym veröffentlich. So konnte jeder unbeeinflusst und frei schreiben, was er dachte.

 

Hier sind einige der Antworten:

  • Ich würde die ganze Stadt terrorisieren, um zu versuchen, meinen eigenen Terror abzulassen. Schließlich würde ich mich aus Angst vor dem Tod in einer Ecke verkriechen.

Ein anderer meinte: 

  • Aufgrund dieser definitiven Frist, die mir bleibt, würde ich keine Dummheiten mehr machen. Ich würde vielleicht versuchen meinen Frieden mit Gott zu finden.

Und eine dritte Antwort lautete:

  • Auf jeden Fall würde ich nicht zu Gott beten, da ich bis jetzt mich nicht um ihn gekümmert habe.

 

Doch eine Antwort hob sich von allen anderen Antworten ab:

Ich würde mein Leben so friedlich fortführen wie bisher. Denn Jesus Christus hat mir alle meine Sünden vergeben. So kann ich meinen letzten Tag ohne Angst leben.

 

Diesen Frieden möchte der Herr Jesus jeden Menschen geben. Er hat gesagt: "Kommt zu mir, ihr alle dir ihr müde und belastet seid. Ich gebe euch Ruhe" Matthäus 18,28. Bei ihm können wir die Bürde unserer Sünden ablegen, indem wir sie vor ihm bekennen. Dann werden wir die Erfahrung machen, wie Gott uns vergeben wird und uns die Sicherheit des ewigen Lebens schenkt. Diese Gewissheit befreit den Gläubigen auch vor der Todesangst.

Aus: "La bonne semance 2021"

Wer möchte schon als Trottel gelten

Wer möchte schon gerne als unbesonnen oder töricht gelten? Es kann geradezu beleidigend klingen, wenn man von jemanden so bezeichnet wird. Paulus bezeichnet so die Empfänger seines Briefes an die Galater. Wie kommt er zu so einer Behauptung? Dazu muss man wissen, dass Paulus ursprünglich ein gesetzestreuer Jude bzw. Pharisäer war. Diese Schriftgelehrten haben es schon immer sehr genau mit der Einhaltung des Gesetzes genommen. Sie dachten,  dass man getreulich die Gebote Gottes halten müsse, damit man vor Gott Anerkennung findet.

 

Doch nachdem Paulus zum Christentum konvertiert ist, sieht er das auf einmal ganz anders. Er betrachtet solche Leute, die meinen es käme auf das Halten der Gesetze an, für töricht, ja für dumm. Er begründet dies mit der Frage: Durch was  wurde euch Jesus Christus als Gekreuzigter vor Augen gemalt? Etwa durch das Halten der Gesetze? Habt ihr etwa den Geist Gottes erhalten indem ihr das Gesetz zu halten versucht habt? Geschah es nicht vielmehr durch Glauben?

 

Paulus unterstellt denen, die das Gesetz zu halten suchen, dass sie sogar unter einem Fluch stehen. Denn wer das Gesetz halten will, sollte die Kraft aufbringen, das ganze Gesetz ohne irgendeine Ausnahme zu halten. Sollte das nicht gelingen, war alle Anstrengung vergeblich.

 

Man gewinnt das neue Leben, indem man an Jesus Christus glaubt. Das hat zunächst gar nichts mit dem Halten der Gebote Gottes zu tun. Es hat damit zu tun, dass ich all mein Versagen bei Jesus Christus abgeben kann, weil er für mein Versagen am Kreuz gestorben ist. Dadurch entsteht neues Leben. Dadurch werde ich bei Gott angenommen. Doch wenn ich mich anschließend wieder unter das Diktat des Gesetzes stelle, verleugne ich alles, was Jesus Christus für mich getan hat. Paulus geht sogar so weit, dass er behauptet: Wenn ihr durch das Gesetz vor Gott bestehen wollt, habt ihr euch von Christus getrennt und die Gnade verloren (Gal 5,4).

Die Botschaft vom Kreuz - ein Unsinn?

Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit einem Freund. Er berichtete mir davon, wie er immer wieder in Gesprächen über seinen Glauben mit Bekannten und Arbeitskollegen feststellte, dass die meisten die Bibel und damit die Botschaft von Jesus Christus ablehnten mit dem Argument: Das alles, was in der Bibel steht über Jahrhunderte hinweg verfälscht wurde. Aus guten Gründen weiß ich, dass das schlichtweg nicht stimmt. Vielleicht sollte man solchen Behauptungen einfach entgegenhalten, dass sie besser recherchieren sollten, ehe sie einen solchen Unsinn verbreiten.

 

Viel wahrscheinlicher scheint mir, dass sie die Botschaft und Geschichten von Jesus Christus für Blödsinn halten, wie es in 1. Korinther Kap. 1 Vers 18 von Paulus formuliert wurde: Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.

 

Es ist alles in allem eine unangenehme Botschaft. Sie hat zum Inhalt, dass wir schlechte Menschen sind; dass wir allesamt schlimme Dinge getan haben; dass wir Sünder sind. Nun kam aber Jesus Christus, um für unsere Sünden zu sterben. Ich möchte sogar behaupten, dass diese Botschaft sogar verletzend auf manche wirkt. Ich soll ein Sünder sein? Ich soll es nötig haben, dass einer für mich hat sterben müssen? Mit so was will ich nichts zu tun haben! Der eben zitierte Vers sagt aber auch noch etwas anderes aus: …uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. Wie soll man das verstehen?

 

Es gibt sie eben doch, jene Menschen, die ihr Leben ruiniert haben. Die genau wissen, was sie alles falsch gemacht haben. Menschen, die ihr jämmerliches Leben satt haben und die doch nicht über ihren Schatten springen können. Solche Menschen können aufatmen, wenn Sie davon erfahren, wie Jesus Christus ihnen alles Versagen, alle Fehler vergibt und alle ihre Schwächen auf sich nimmt und ihnen ein neues Leben ermöglicht, um mit ihnen ein neues Leben zu beginnen.

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